Abschied von einem großen „Kümmerer“

Dinslaken. Mit einem Festgottesdienst wurde jetzt Superintendent Friedhelm Waldhausen in den Ruhestand verabschiedet. Die offizielle Entpflichtung in der Friedenskirche in Dinslaken wurde von Präses Dr. Thorsten Latzel übernommen, der zudem die außergewöhnliche Arbeit Waldhausens würdigte.  „Sie haben beeindruckende 36 Jahre im Ev. Kirchenkreis Dinslaken gewirkt. Sie haben in ihrer Zeit als Superintendent dem Kirchenkreis ein tiefes Profil gegeben – die Menschenskirche.  Sie nehmen die Menschen war, sie sind ein Kümmerer.“ In seiner Rede hob der Präses außerdem das Engagement des Superintendenten und des Kirchenkreises in der Flüchtlingsarbeit hervor. Auch betonte er, was für einen guten Eindruck er bei der Visitation im vergangenen Jahr erlangt habe: „Sie geben den Menschen Raum. In diesem Kirchenkreis herrscht eine so gute Stimmung. Gott segne die große Arbeit, die sie geleistet haben für so viele Menschen.“

In seiner Predigt während des Festgottesdienstes war es Superintendent Friedhelm Waldhausen ein besonderes Anliegen, den Menschen in solch schweren Zeiten Mut zu machen. Dazu bediente er sich des Spruches, der ihn sein Wirken lang begleitet hat: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Lieben und der Besonnenheit (2. Timotheus 1,7)“. „Habt den Mut, neue Projekte zu beginnen, verzagt nicht in den schweren Zeiten, achtet aufeinander. Macht Kirche erkennbar und stärkt sie.“ Im Anschluss an den Festgottesdienst wurde Friedhelm Waldhausen von Würdenträgern und Wegbegleitern in Grußworten gewürdigt. So hielt der Voerder Bürgermeister Dirk Haarmann – auch stellvertretend für die Bürgermeister aus Dinslaken und Hünxe – ein Grußwort. Der Superintendent des Ev. Kirchenkreises Wesel, Thomas Brödenfeld, dankte  ebenso wie der Geschäftsführer des Ev. Klinikums Niederrhein, Dr. Andreas Sander, für die hervorragende Zusammenarbeit. Auch Alexandra Schwedtmann und Nicole Elsen-Mehring, Geschäftsführerinnen der Diakonie im Ev. Kirchenkreis Dinslaken, Sandra Sommer, Geschäftsführerin des Verwaltungsamtes und Reimund Schulz, Geschäftsführer der Ev. Kinderwelt im Ev. Kirchenkreis Dinslaken lobten die hervorragende Zusammenarbeit mit Friedhelm Waldhausen.

 

Vita:
Friedhelm Waldhausen wurde am 27. November 1956 in Mönchengladbach geboren. Er ist mit Petra Schorberger-Waldhausen verheiratet. Sie haben zwei Kinder, Simon Jonas und Lea Maren. Friedhelm Waldhausen studierte an der KiHo Wuppertal und an der Georg August Universität Göttingen Ev. Theologie. Im Anschluss studierte er Sozial-Wissenschaften an Georg August Universität Göttingen. Sein Vikariat absolvierte Friedhelm Waldhausen von 1983-1985 in Essen- Borbeck. 1985 fand seine Ordination statt. Von 1985 bis 1986 war er als Pastor im Hilfsdienst in Essen-Karnap (Kirchenkreis Essen-Nord) tätig. Seit 1986 war Friedhelm Waldhausen als Pfarrer im Kirchenkreis Dinslaken in unterschiedlichen Bereichen tätig: Von 1986 bis 2012 war er gemeinsam mit seiner Ehefrau in der Kirchengemeinde Hiesfeld tätig. Von 1992 bis 2003 arbeitete er zudem als nebenamtlicher Dozent für die Ausbildung von Vikarinnen und Vikaren in Seelsorge am Predigerseminar der Ev. Kirche im Rheinland in Essen und Bad Kreuznach. Von 2002 bis 2014 wirkte Friedhelm Waldhausen als Krankenhauspfarrer in Dinslaken. Von 2000 bis  2014 war er als Synodalassessor und Diakoniepfarrer des Kirchenkreises Dinslaken tätig. Seit  September 2014 hatte Friedhelm Waldhausen das Amt des Superintendenten des Kirchenkreises Dinslaken inne. Besonders wichtig war ihm in dieser Zeit, Kirchengemeinden und die Einrichtungen des Kirchenkreises wie die Diakonie, die Ev. Kinderwelt und die Seelsorgearbeit in Krankenhaus, Justizvollzugsanstalt und Notfallseelsorge sowie Telefon- und Schulseelsorge zu stützen und stärken. Damit Einrichtungen und Kirchengemeinden mit ihren Presbyterien nah bei den Menschen sind. Menschenskirche sind.

Foto: v.l. Pfarrerin Petra Schorberger-Waldhausen, Hermann Driesen (Mitglied Kreissynodalvorstand), Pfarrerin Hanna Maas (Scriba), Marlies Schwinem (Mitglied Kreissynodalvorstand), Superintendent Friedhelm Waldhausen, Günter Dickmann (Mitglied Kreissynodalvorstand), Präses Dr. Thorsten Latzel, Doris Aniola (Mitglied Kreissynodalvorstand), Pfarrerin Susanne Jantsch (Assessorin), Veronika Leißner (Mitglied Kreissynodalvorstand)

Mittwochsrunde „Mitten im Leben“

„Mitten im Leben“ versteht sich als Gesprächsrunde zu allen Themen, die uns gerade beschäftigen. Es geht buchstäblich um „Gott und die Welt“.
Wir beschäftigen uns mit persönlichen, gesellschaftlichen oder spirituellen Themen.

Selbstverständlich nehme ich auch gerne Anregungen und Vorschläge aus der Gruppe auf. Das Angebot richtet sich an alle, die Freude an Begegnung und Austausch haben.

Die Mittwochsrunde findet statt in der
Johanneskirche jeweils in der Zeit von 15:30 – 17:00 Uhr

Die nächsten Termine sind:
28.09. Türen des Lebens: geöffnet oder verschlossen?
12.10. – Ernte des Lebens
09.11. – Jüdische Dichterinnen und Denkerinnen
23.11. Trauerwege – Lebenswege

Neugierig geworden? Sie sind herzlich willkommen!
Ihre Pfarrerin Monika Ruge

Kulturrucksack NRW im Martin-Niemöller-Haus

Der Kulturrucksack NRW kommt wieder ins Martin-Niemöller-Haus!
Wir freuen uns sehr, dass der Musiker und Instrumentenbauer @ingostanelle mit dem Workshop „Build your own X-Box“ wieder bei uns ist.
Der Workshop findet in den Herbstferien vom 04. bis 08.10. statt und ist für 10 bis 14-jährige Kinder und Jugendliche geeignet. Anmeldungen bitte direkt bei Kursleiter Ingo, siehe den Link unten.

Die Teilnahme ist kostenlos.
https://www.kulturrucksack.nrw.de/veranstaltung/build-your-own-x-box-0

Weitere Infos auch bei Nicole Enders oder bei Pfarrer Johannes Brakensiek.
Wir freuen uns, das wird großartig 🥁🪘🎶

Nachruf: Winfried Recknagel

In der letzten Woche erreichte unsere Gemeinde die traurige Nachricht, dass unser langjähriger Presbyter Winfried Recknagel im Alter von 79 Jahren gestorben ist. Unsere älteren Gemeindeglieder werden sich noch gut an ihn erinnern.
Winfried Recknagel wurde unter Pfarrer Horst Hitz für den damaligen Pfarr-Bezirk Overbruch ins Presbyterium gewählt. Im Laufe der Jahre war er dabei in verschiedenen Ausschüssen und Kreisen sehr engagiert. Im Jahr 2004 hat er aufgrund seiner technischen Erfahrungen und seines  Sachverstandes das Amt des Bau-Kirchmeisters übernommen. In dieser Funktion hat er noch die Planung für die neue Johanneskirche mitgetragen und den Abriss des Christus-Gemeindehauses begleitet.
Zu seinen Begabungen zählte aber auch der zugewandte, respektvolle Umgang mit den Menschen der Gemeinde, hier besonders der mit den Konfirmanden und Jugendlichen. Ebenso wurde seine Hilfsbereitschaft sehr geschätzt und mit seiner Sangesfreude war er lange im Kirchenchor unserer Gemeinde aktiv.
Für die Presbyteriumswahl 2008 ist er nicht mehr angetreten. Doch unserer Gemeinde blieb er weiterhin als aktives Gemeindeglied sehr verbunden.
Die Kirchengemeinde Walsum-Vierlinden wird sein Andenken bewahren. Möge er schauen, was er geglaubt hat und aufgehoben sein im Frieden Gottes. Unsere Anteilnahme und Fürbitte gilt seiner Familie.

Monika Ruge, Pfrn.                                    Michael Guth
Vors. des Presbyteriums                          Stellv. Vors. des Presbyteriums